Mit dem Finger statt einem Stift zu zeichnen "ist nur eine Frage der Gewohnheit", Endresultat die in der Standard-Ausgabe vom 8. Mai 2010 erschienene Karikatur zur englischen Wahl. iPad als Skizzenblock für Fingerfarben
Man braucht einen Augenblick um zu bemerken, dass der auf den überschlagenen Beinen des Karikaturisten Oliver Schopf aufgelegte Skizzenblock keiner ist. Sein Block ist ein iPad, Apples vielseitiges Medieninstrument, und sein Malkasten eine App namens Brushes. Damit gestaltete Schopf die Titelkarikatur des Standard am Samstag, den 8. Mai. 2010.
Brushes gab es schon für das iPhone, eine Zeichnung aus Schopfs digitaler Feder mit Innenministerin Maria Fekter war die erste Cover-Illustration einer Tageszeitung, die mit dem Apple-Handy gestaltet wurde. Das iPad, resümiert Schopf, "ist zum Zeichnen ideal. Die Größe ist die eines Skizzenblocks. Das größere Display, die exzellente Auflösung und die Möglichkeit, stark zu zoomen, machen sehr viel feinere Arbeit als auf dem iPhone möglich." Nicht nur die größere Arbeitsfläche, auch mehr Werkzeuge geben ihm neue Möglichkeiten in die Hand, sagt Schopf. "Die Werkzeugspitzen der Pinsel wurden sehr professionell ergänzt. Statt drei Werkzeugspitzen mit konstanter Strichstruktur gibt es jetzt 20 Werkzeuge mit unterschiedlichen Strukturen", wie Tropfen, Strich, Nebel, Zacken oder Schraffuren, bei denen sich nebst der Breite auch Struktur und Helligkeit des Strichs verändern lassen.
Damit komme man der Qualität physischer Werkzeuge sehr nahe, beschreibt der Zeichner, "wenn man einen Strich schnell aufträgt, variiert die Strichqualität, wird in der Mitte dünner, am Rand stärker, erhält eine Charakteristik wie ein richtiger Federstrich". Zu den erweiterten Werkzeugen kamen auch andere technische Raffinessen, wie das Arbeiten in Ebenen (ähnlich Photoshop), die es zum Beispiel ermöglichen, einen Vorder- oder Hintergrund unabhängig von den gemalten Objekten darauf zu gestalten. Am iPhone war es bisher nur möglich, wie bei Ölmalerei Strich um Strich hinzuzufügen; frühere Striche konnten nur übermalt, nicht aber unabhängig von späteren Strichen bearbeitet werden."Für mich hat dies die Sinnlichkeit beim digitalen Arbeiten wieder gebracht. Es ist, als ob man mit einem Finger in einen Farbtopf taucht und damit über die Leinwand fährt", beschreibt Schopf. Einen "schwerwiegenden Nachteil" konstatiert er: "Unter freiem Himmel und Sonne ist es ungeeignet, man muss sich ein schattiges Plätzchen zum Arbeiten suchen."
Fertige Arbeiten werden per E-Mail verschickt; man kann auch ihre Entstehung als Videofilm darstellen. "Eine tolle Möglichkeit, man kann damit dem Künstler beim Arbeiten über die Schulter schauen und seine Technik beobachten." (Helmut Spudich, DER STANDARD Printausgabe, 8. Mai 2010)
Wie mit dem Finger in einen Farbtopf tauchen und über die Leinwand fahren: So beschreibt Standard-Karikaturist Oliver Schopf Malen am iPad. Foto: CremerOliver Schopf im Rotaract-Club, Wien
18. Jänner 2010: Auf Einladung des Wiener Rotaract-Clubs der Rotarier referierte Oliver Schopf im Management Club vor einer erlesenen Auswahl interessierter Studenten über die Kunst des „Editorial Cartoon“ im breiten Spektrum von politischer Tagesaktualität, Gerichtssaalzeichnung und psychologischer Darstellung von Charakteren und Typologien. (1.2010)

Krems im blauen Dunst
Vom 15. November 2009 bis 7. April 2010 zeigt das Karikaturmuseum Krems eine Auswahl nationaler und internationaler Karikaturisten zum Thema „Tabak in der Karikatur“. Hier ein Beitrag von Oliver Schopf in dieser Schau. Sehr empfehlenswert! (13.11.2009)




G-20 Treffen in Pittsburgh 2009:
gezeichneter Gipfel im Andy Warhol Museum
Während des G-20 Gipfels in Pittsburgh, Pennsylvania, USA Ende September, zeigt das dortige Andy-Warhol-Museum eine Auswahl internationaler Karikaturisten aus den G-20 Staaten, die zu den unterschiedlichsten Themen des Gipfels zeichnerisch Stellung nehmen, wie etwa der Weltwirtschaft und sein Einfluss auf die Umwelt und das Klima, Menschenrechte, Handel, und ähnliche. Unter ihnen auch Oliver Schopf, Karikaturist des Standard und der Süddeutschen Zeitung, mit immerhin fünf Zeichnungen in der Schau vertreten. Die Ausstellung die unter dem Titel „Drawn to the Summit: A G-20 Exhibition of International Political Cartoons“ läuft ist von 18.9.2009 bis einschließlich 18.10.2009 zu sehen. (25.9.2009)
Oliver Schopf gestaltet die „Thema-des-Tages“-Seite der Süddeutschen Zeitung mit einer Karikatur zur Story „Überhangmandate machen eine schwarz-gelbe Koalition möglich“ (23.9.2009)
„Krone"-Boss Hans Dichand hat die Verzichtserklärung selbst unterschrieben: Er und sein Kleinformat würden keine Karikaturen von Oliver Schopf (Der Standard , Süddeutsche Zeitung) mehr ungefragt übernehmen. Die „Krone" tat das davor mehrfach: Im März 2008 veröffentlichte sie zum ersten Mal eine Karikatur von Oliver Schopf aus der Süddeutschen, ohne ihn zu fragen. Thema: Medwedews Amtsantritt als Präsident. Schopf warnte die Krone und drohte mit rechtlichen Schritten. Was das Kleinformat nicht weiter störte, im Oktober eine weitere Schopf-Karikatur ungefragt abzudrucken, diesmal über den US-Wahlkampf. Hier änderte die Krone sogar den Titel der Zeichnung. Schopf schaltete seinen Anwalt ein. Die Krone zahlte Strafe. Und machte weiter: Am 21. Juli 2009 übernahm sie, wieder ungefragt, aus der „Süddeutschen" eine Schopf-Zeichnung zu VW/Porsche/Wiedeking. Schopf erzwang nun eine notarielle Verpflichtungserklärung Hans Dichands als Geschäftsführer des Blattes, die die Krone Dienstag abdruckte. Text: Harald Fidler/Der Standard; Printausgabe, 19.8.2009)

Faximile der Verzichtserklärung die in der Kronenzeitung, im August 2009, erschienen ist. Die Zeitung veröffentlichte mehrfach und ungefragt Karikaturen von Oliver Schopf.
Einer der wohl renommiertesten und auch populärsten deutschen Karikaturisten, Horst Haitzinger, feierte im Juni 2009 einen runden Geburtstag. Anlass für die Kollegen aus der Süddeutschen Zeitung, ihm ein zeichnerisches Ständchen darzubringen (siehe Bild oben). Haitzinger, ein gebürtiger Österreicher aus Linz, zeichnet seit den späten 50iger Jahren für deutsche Blätter, vornehmlich für die Münchner „tz“. Durch seinen unverwechselbaren „deftigen“ Pinselstrich hat er über Jahrzehnte die deutsche Innenpolitik beobachtet und pointiert kommentiert. Er war lange Jahre für den Schweizer „Nebelspalter“ tätig. Auch weit über die Grenzen Deutschlands waren und sind seine Karikaturen ein Begriff. Alles Gute Horst, und noch viele Jahre kreativen Schaffens! (18.8.09)



Foto Copyright: H. Spudich
Seit 5. April 2009 zeigt das Kremser Karikaturmuseum eine karikaturistische Schau zum Thema Tier. Alles, was Zeichner der nationalen und internationalen Szene so komisch an diesem Sujet finden, wird hier mehrere Monate lang umfassend gezeigt, u.a. werden auch Karikaturen von Oliver Schopf gezeigt. (siehe li. eine Karikatur zu den Koalitionsverhandlungen 2008) Die Ausstellung ist bis 8. November 2009 in Krems zu sehen. Nähere Infos finden Sie unter www.karikaturmuseum.at
Tipp: Ab 26.April wird dort auch eine Spezialausstellung des österreichisch-deutschen Meisterkarikaturisten Luis Murschetz gezeigt. Murschetz, ein gebürtiger Österreicher (1936), wurde nach Paul Floras Rückzug aus „Die Zeit“ dessen Nachfolger, arbeitet auch für die „Süddeutsche Zeitung“, und hat sich ebenfalls einen prominenten Namen als Kinderbuchautor gemacht. (Der Maulwurf Grabowski). Lange Jahre unterrichtete er auch an der internationalen Sommerakademie in Salzburg.
Bis 8. November 2009. (21.4.09)

KR Leopold Wedl III. (siehe oben), Spross des traditionellen Handelshauses Wedl in Mils bei Hall in Tirol, so quasi der Meinl von Tirol, Präsident der ZEV Markant, der Ketten wie Nah&Frisch, C&C Betriebe in Österreich, Deutschland und Italien, sowie den Testa Rossa Caffébars unterstehen, feierte Ende 2008 seinen 70. Geburtstag. Zu diesem Anlass wurde Oliver Schopf beauftragt den Firmenchef, einem begeisterten Segler, mit Pinsel und Farbe zu konterfeien. Leopold Wedl III. führt nun schon in 3.Generation die Geschäfte seiner Vorfahren erfolgreich durch die stürmische See der modernen Zeiten und kann immer noch neue Segel setzen (Firmenexpandierung), ganz im Gegensatz zum Wiener Ex-Konkurrenten Meinl. (1.09)

Anlässlich des 70. Geburtstages des Tondachziegel-Chefs KR Franz Olbrich (siehe Porträt von Oliver Schopf li.) wurde diesem am 9. Oktober 2008 ein repräsentatives aber auch humorvolles Geschenk aus den Pinseln Oliver Schopfs überreicht. Olbrich ist Leiter des größten Tondachziegelwerks Österreichs in Gleinstätten (Stmk) und mit seinem Unternehmen stark in Südosteuropa vertreten. Als profunder Weinkenner besitzt er auch eigene Hänge im Sausal, als Kunstkenner nun ein Original des Standard-Karikaturisten. Anlässlich des 70. Geburtstages des Tondachziegel-Chefs KR Franz Olbrich wurde diesem am 9. Oktober 2008 ein repräsentatives aber auch humorvolles Geschenk aus den Pinseln Oliver Schopfs überreicht. Olbrich ist Leiter des größten Tondachziegelwerks Österreichs in Gleinstätten (Stmk) und mit seinem Unternehmen stark in Südosteuropa vertreten. Als profunder Weinkenner besitzt er auch eigene Hänge im Sausal, als Kunstkenner nun ein Original des Standard-Karikaturisten. (25.10.08)

Prominente Gratulanten haben sich eingefunden um eine Karikatur (siehe Bild oben) von Oliver Schopf zu überreichen: auf dem Foto v.l.n.r.: Carl Hennrich, Erhard Schaschl, Franz Olbrich mit Karikatur, Präsident Christoph Leitl und Martin Leitl. Foto-Copyright: Peter Tuschl

Auf Initiative des griechischen Parlaments und der griechischen Karikaturistenvereinigung sind 92 Karikaturisten aus den 27 Mitgliedsstaaten der EU zu einer Schau ihrer Werke nach Athen eingeladen worden. Die umfangreiche Ausstellung zeigt einen satirischen Querschnitt und Befund zur Lage des europäischen Staatenbundes in seinen vielfältigsten Ausformungen. Weitere Informationen unter www.cartoonists.gr Oliver Schopf, Vertreter Österreichs, weist unter anderem auch auf die sportlichen Aspekte in der europäischen Gemeinschaft hin. (24.10.08)
Zwei tagespolitische Karikaturisten, Oliver Schopf (Der Standard) und Thomas Wizany (Salzburger Nachrichten), sowie der Kärntner Cartoonist Heinz Ortner lassen Villach diesen Herbst auf den Strich kommen. Im Dinzlschloss wird ein reicher satirischer, großteils auch farbenfroher Blätterwald an gezeichneten Kommentaren zur heimischen Innenpolitik der letzten Monate gezeigt.
(Die Ausstellung wird bis 31. Oktober 2008 zu sehen sein.) (9.10.08)

Anlässlich eines Robert-Louis-Stevenson-Symposions der Universität Bergamo, Italien, wurde eine Zeichnung Oliver Schopfs für Plakat, Folder und Programmheft verwendet. (8.8.08)
Ab Jänner 2008 steuert Oliver Schopf regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung wöchentlich einmal – und zwar montags - einen zeichnerischen Beitrag auf der dortigen Kommentarseite bei. (30.12.07)

Größter Banken- und Wirtschaftsprozess der Zweiten Republik. 9 Angeklagte, darunter die Exbankgeneraldierktoren Helmut Elsner und Johann Zwettler und der Investmentbanker Walter Föttl jun. Oliver Schopf zeichnet täglich im Gerichtssaal für die aktuelle Berichterstattung der Tageszeitung Der Standard. Mehr aktuelle Zeichnungen finden Sie unter der Rubrik Gerichtszeichnungen. (27.7.07)
Karikatur zum Ruhestand
Nach 19 Jahren tritt STANDARD-Chefredakteur und Pferdeliebhaber Gerfried Sperl in den offiziellen Ruhestand. (19.7.07)

Nachdruck in der estnischen Eesti Päevaleht
Im Februar 2007 erschien ein Nachdruck einer Karikatur in der IHT. mehr
Nachdruck einer Zeichnung zum Thema Energieversorgung der EU durch Gasprom in der International Herald Tribune vom 15. Februar 2007 auf der Meinungsseite. (25.2.07)
Im Dezember 2006 erschien eine Oliver Schopf-Karikatur im stern.Zum 60.Geburtstag von UNICEF haben das Kinderhilfswerk und der stern internationale Karikaturisten aufgerufen, ihren Blick auf das Elend der Schwachen zu richten. Unter unzähligen Einsendungen wurden die besten Arbeiten mit einer Veröffentlichung im stern honoriert, davon auch eine Zeichnung von Oliver Schopf, die als einzige auf einer Doppelseite erschien. (25.2.07)

In der renomierten französischen Tageszeitung"Le Monde" erscheinen seit Frühjahr 2006 Karikaturen von Oliver Schopf.
Prominente Nachdrucke zweier Karikaturen Oliver Schopfs in der französischen Tageszeitung Le Monde zu den Themen 50 Jahre Ungarnaufstand und die Unabhängigkeit Mazedoniens. (15.12.06)

In der edition innsalz erschien vor Kurzem der Gedichtband, „Flowers, Bread and Gold“ von Chibo Onyeji. Der in Österreich lebende nigerianische Dichter, Journalist und Rechtsaktivist, veröffentlicht darin 41 Gedichte rund um den zu Tode gekommenen nigerianischen Schubhäftling Marcus Omofuma. Oliver Schopf schuf die Buch-Cover-lllustration dazu. (2.12.06)
Aus Anlass des 5-jährigen Bestehens des Karikaturmuseums in Krems wurde am 30. September 2006 eine Schau heimischer Spitzenkarikaturisten unter dem Titel „Aktuell“
eröffnet. Bis 11. März 2007 sind Beiträge namhafter Künstler der spitzen Feder zum aktuellen Zeitgeschehen zu sehen. Mehr dazu unter www.karikaturmuseum.at (3.10.06)

Stehend v.l.n.r.: Jutta Pichler, künstlerische Leiterin des Karikaturmuseums, Oliver Schopf, Michael Pammesberger (Kurier), Wolfgang Ammer (Wiener Zeitung), Bruno Haberzettel (Kronen Zeitung), Peter Kufner (Die Presse), Markus Szyszkowitz mit Kind (Kronen Zeitung), Wolfgang Horsch (Der Standard, Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung), Hausherr Manfred Deix. Sitzend v.l.n.r.: Gustav „Ironimus“ Peichl, Petar Pismestrovic
Alle Fotos von der Ausstellung: Ernst Kratky sen.

V.l.n.r.: Oscar Bronner, Herausgeber Der Standard, Oliver Schopf, Wolfgang Horsch

V.l.n.r.: Oliver Schopf, Olga Felber-Veenenbos, Wolfgang Horsch
„Schifoara"-Porträts in Redbulletin-Extraausgabe
Nach der erfolgreichen Portraitserie der Formel-I-Fahrer für das Red Bulletin im vergangenen Jahr wurde Oliver Schopf im Jänner 2006 wieder – diesmal - für eine Schifahrer-Serie anlässlich des Kitzbühler Hahnenkammrennens verpflichtet. (29.1.06)
Jänner 2006: Oliver Schopf porträtiert Hermann Maier, Benjamin Raich und Hans Hinterseer für Redbulletin.
Jean Veenenbos 1932–2005

Jean Veenenbos anlässlich seiner Ausstellung im MQ in Wien 2004.
Foto: Christian Fischer, Der Standard.
„Ja – ja, das isses, des mach ich ...“, sprach's, skizzierte schnell seine Idee, um sie anschließend noch von einem der Chefredakteure „gegenchecken“ zu lassen, wie Jean Veenenbos es selbst formulierte. Meist kein Problem, seine Einfälle waren immer einfach, durchdacht, treffsicher, originell in frechem Humor und manchmal auch unverschämt bös. Wieder zurück kam sofort die Frage: „Weißt Du wo wir eine schöne Dampflok haben oder ein herrliches Schlachtschiff...?“ Natürlich - wir fanden immer eine/s in den Ablagen und Stellagen unseres gemeinsamen Büros im Standard, und bewaffnet mit Katalogen, Abbildungen und historischen Büchern , die er wie eine Festung um sein Zeichenbrett aufbaute, machte er sich an die Arbeit, seine Idee in Reinzeichnung umzusetzen. Und dann der Satz; „Wie würde das jetzt der MacNelly zeichnen?“, sein großes Vorbild aus der Chicago Tribune, den er über alles in Sachen politische Karikatur verehrte, den er bis in die letzte Schraffur und Pinselstrichführung studierte und dessen Zeichnungen er seit den Neunzigerjahren alle kannte und sammelte. Es wurde wieder einer seiner herrlichen Veenenbos-Cartoons, die so viele Leser im In- und Ausland schätzten.
Geboren 1932 auf Java als Sohn eines holländischen Reeders und einer Wienerin wuchs Jean in Amsterdam und der Schweiz auf, wo er in Lausanne die Matura machte, dann nach Wien zog, um Maler zu werden, jedoch als Bühnenbildner von Kellertheater zu Kellertheater hinabstieg, wie er es selbst formulierte, um schließlich bei Oscar Bronner, dem Sohn des Kabarettisten Gerhard Bronner, und seinen Zeitungsneugründungen trend und profil als Karikaturist und Illustrator für längere Zeit anzuheuern. Nach einer Malphase in der 80er Jahren verschlug es ihn 1989 wiederum in eine Neugründung Bronners, der österreichischen Tageszeitung Der Standard, dem er bis zuletzt treu blieb, und wo wir uns kennen und schätzen lernten. Und wie sooft in seinem Leben nahm er mit seinen 60 Jahren wieder eine neue Herausforderung an, den des politischen Karikaturisten und er wurde einer ihrer besten – nicht nur in Österreich.
Dabei ließ er sich nicht ins heimische Biotop hinabziehen, Veenenbos war Zeit seines Lebens Internationalist geblieben und ein hochgebildeter dazu, der vier Sprachen fließend beherrschte. Der Rechtsradikalismus und das Ewiggestrige des Landes waren ihm ein ernstes Anliegen, unermüdlich zeichnete er gegen jede „braune“ Regung an, Haiders FPÖ und besonders die schwarz-blaue Regierung unter Wolfgang Schüssel führten ihn zu glanzvollen Höhen karikaturistischer Kunst. Ganz zu schweigen von den Umtrieben der Bush Administration in Sachen Terrorismus. Das fiel auch in Zürich, Horn, München, Paris und in den USA auf, Veenenbos arbeite exklusiv eine Zeit lang für die NZZ und die Süddeutsche, ab 2000 ständig für den Nebelspalter, 2003 wurde er in Forte dei Marmi, Italien, zum besten europäischen Cartoonisten geehrt, 2004 wurde er sogar von der holländischen Königin zum Ritter des Ordens von Oranien-Nassau geschlagen, ungewöhnlich für einen Zeichner, der nicht das Schwert sondern den Pinsel sein Eigen nannte.
Unsere gemeinsame Arbeit im Standard war unschätzbar, weil ein ständiges Versuchslabor in Sachen Kunst und Karikatur, eines seiner wichtgsten Anliegen: immer etwas Neues zu probieren.
Am 9. Dezember 2005 ist Jean Veenenbos an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Er fehlt mir, er fehlt dem Standard, er fehlt dem Nebelspalter, er fehlt vor allem der Karikatur und wird uns – hoffentlich – immer im Gedächtnis bleiben.
(Oliver Schopf; Jänner 2006)

Letzte Karikatur aus Jean Veenenbos „spitzer Feder".
Dezember 2005: Johann Perktold und Martin Schaufler (Egana Austria) von Oliver Schopf zeichnerisch festgehalten.
Spezialauftrag der österreichischen Uhren- und Schmuckhandelszeitschrift „DerJuwelier.at“, die jedes Jahr den/dieMann/Frau des Jahres in der Branche kürt.
2005 waren es die beiden Geschäftsführer der Egana-Austria , Johann Perktold und Martin Schaufler. Der weltweit agierende Egana-Konzern vertreibt Uhren und Schmuck, aber auch Lederwaren. (15.12.05)
Nachdruck der im Standard, Wien, erschienen Karikatur „Agentenaffäre“ in der International Herald Tribune vom 1. November 2005 auf der Meinungsseite. (11.05)
Schopfs Illustration in der Harald Tribune November 2005. mehr
Ein Cover für KARL
Cover für das in Frankfurt/Main erscheinende deutsche Schachmagazin KARL: Portraitkarikatur des ehemaligen sowjetischen Schachweltmeisters Michail Botwinnik
(1911–1995), der auch Schwerpunkt des November/Dezemberheftes ist. KARL bezeichnet sich als „kulturelles“ Magazin, das sich um die kulturhistorische Aufarbeitung rund um das Schach bemüht. Mehr dazu unter www.karlonline.org (11.05)

Oliver Schopf portraitierte Michail Botwinnik (1911–1995) für das Cover von KARL, dem kulturellen Schachmagazin Deutschlands.
Museumseröffnung in Berlin
Bei der Eöffnung des Emanuel-Lasker-Museums in Berlin-Kreuzberg werden zwei Zeichnungen Oliver Schopfs von Emanuel Lasker (1894–1921 Schachweltmeister) gezeigt.
Hier die Arbeit „Albert Einstein trifft Emanuel Lasker“, die auf die Freundschaft der beiden anspielt, und die auch in der renommierten deutschen Schachzeitschrift SCHACH im Dezember publiziert wurde. (10.05)
www.lasker-gesellschaft.de
Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder (li.) bekommt von Elisabeth Gehrer die von Oliver Schopf gezeichnete Karikatur überreicht.
Anlässlich seines 50. Geburtstages am 15. September 2005 überreichte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder die Originalkarikatur des Ätschibetsch-Dürer-Feldhasen von Oliver Schopf, erschienen im Standard vom 26. Februar 2005. Anlass dieser Zeichnung war die eigenwillige Ausfuhr des Dürer-Hasen zu einer Madridausstellung im Frühjahr dieses Jahres ohne Genehmigung des Bundesdenkmalamtes, worüber die Bildungsministerin sehr verärgert war. Auch Schröder war verärgert ... nämlich über seine Karikatur! Mittlerweile ist aber dem Unmut beidseitiges Lachen gewichen. (9.05)
Herbst 2005: In der österreichische Tageszeitung „Der Standard“ findet eine „zeichnerische Wahlkampf-Berichterstattung“ von den drei bevorstehenden Landtagswahlen in Wien, Burgenland und der Steiermark statt.
Oliver Schopf wurde mit dieser Aufgabe betraut. Start ist Samstag, der 3. September 2005. Bis zur Wienwahl Ende Oktober erscheinen wöchentlich, jeweils Mittwoch und Samstag, zwei großformatige Farbzeichnungen. (5.9.05)
Exklusive Mitarbeit beim Tagesanzeiger, Zürich
Seit August 2005 hat der Schweizer Tagesanzeiger (Zürich)
Oliver Schopf auch zur exklusiven Mitarbeit auf der Analyse-Seite engagiert. Neben übernommenen Zeichnungen aus dem „Standard“, Wien, werden in unregelmäßigen Abständen exklusive Beiträge in Schwarz-Weiß zu hauptsächlich internationalen Themen erscheinen. (5.9.05)



Zu Sommerbeginn 2005 beauftragte Red Bull Oliver Schopf, sämtliche Formel-I-Rennfahrer für sein Rennmagazin „Red Bulletin“ zu porträtieren. Dieses Magazin erscheint jeweils zu den einzelnen Rennen vor Ort und ist für das dortige Publikum gedacht. Die Zeichnungen haben mittlerweile zu internationaler Beachtung geführt sowohl bei den „Red Bulletin“-Lesern als auch bei den Porträtierten selbst. Auch von medialer Seite kamen begeisterte Reaktionen – und das Runde um Runde, Grand Prix um Grand Prix. (5.9.05)
Zur Ausstellung „Das neue Österreich“ wurde Oliver Schopf eingeladen, mehrere Zeichnungen zum Thema „Sozialpartnerschaft in Österreich“ anzufertigen. Die Ausstellung ist seit Mai im Oberen Belvedere in Wien zu besichtigen und kann bis 1. November 2005 noch besucht werden. (5.9.05)
„Lauter Helden“ mit Hermann Maier
Zur Aufarbeitung des breiten Themas „Helden“ und dessen vielschichtige Bedeutung stellte Oliver Schopf einen seiner zeichnerischen Beiträge zur Verfügung. Das Portät des Sporthelden Hermann Maier ist in der niederösterreichischen Landesausstellung „Lauter Helden“ (auf dem Heldenberg) noch bis 1. November 2005 zu sehen. (5.9.05)